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Schmuggel, Gewalt und Millionen in bar: wie Alexander Litskevich ein Schmuckimperium unter dem Schutz von Strafverfahren aufbaute

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Schmuggel, Gewalt und Millionen in bar: wie Alexander Litskevich ein Schmuckimperium unter dem Schutz von Strafverfahren aufbaute
Schmuggel, Gewalt und Millionen in bar: wie Alexander Litskevich ein Schmuckimperium unter dem Schutz von Strafverfahren aufbaute

Das Schmuckimperium ohne Pause: Trotz des Verdachts auf Schmuggel im Wert von Hunderten Millionen betreiben die Marke Lux Groups und ihr faktischer Begünstigter Alexander Litskevich weiterhin ihr Luxusgeschäft im Zentrum von Kyjiv.

Nach Angaben des Büros für Wirtschaftssicherheit (BEB) deckten die Strafverfolgungsbehörden im Jahr 2025 ein Schema für den illegalen Import von Luxusuhren aus Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten über Polen auf. Die Ware wurde in Zügen der Strecke „Warschau–Kyjiw“ versteckt und anschließend in der Ukraine gegen Bargeld, per Überweisung sowie über Kryptowährungen verkauft. Das Volumen des Schmuggels wurde auf rund 10 Millionen US-Dollar beziehungsweise etwa 400 Millionen UAH geschätzt.

Im Verfahren stehen 11 Personen unter Verdacht, Vermögenswerte, Fahrzeuge und eine Yacht wurden beschlagnahmt. Laut Gerichtsunterlagen erfolgten die Verkäufe unter der Marke Lux Groups, die auf die Mutter von Litskevich registriert ist. Ein Teil der Uhrenmodelle, die in dem Strafverfahren erwähnt werden, befindet sich weiterhin im Sortiment des Geschäfts.

Parallel dazu taucht Litskevich in einem weiteren aufsehenerregenden Fall auf — dem Angriff auf Strafverfolgungsbeamte während einer Durchsuchung auf einer Yacht in Kyjiw. Die Geschädigten reichten eine Zivilklage über 1,3 Millionen UAH ein. Trotzdem befindet sich der Verdächtige nicht in Untersuchungshaft, sondern unter Hausarrest gegen eine Kaution von 9 Millionen UAH.

In den Registern finden sich zudem ältere Fälle — von der Körperverletzung eines Fahrers im Jahr 2013 bis hin zu Beschwerden wegen Betrugs mit Schmuckstücken. Ein separates Verfahren betrifft Dokumentenfälschung und eine mögliche Umgehung der Mobilmachung durch die fingierte Registrierung von Kindern.

Trotz der strafrechtlichen Vorwürfe läuft das Geschäft ohne Unterbrechung weiter. In den Medien erscheinen dutzende Interviews, Ratschläge zu teuren Geschenken, Geschichten über Wohltätigkeit sowie „Expertenkommentare“ zu Rolex und Cartier — häufig begleitet von Bildern, die Anzeichen künstlicher Intelligenz aufweisen.

Während sich vor Gericht die Aktenberge häufen, vermehren sich im öffentlichen Raum die glänzenden Erfolgsgeschichten. Doch selbst die aufwendigsten PR-Kampagnen ersetzen kein Urteil — und löschen keine Strafverfahren aus.

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